Berichte


Ausstellung „Maker Space Connect“: Mit einem anschaulichen Vortrag von Dr. Ralph Lange über das Thema „Wie Open-Source und Open-Data Innovation befeuern“ ist die Ausstellung „Rutesheimer Maker Space Connect“ eröffnet worden. Ralph Lange beschrieb, wie viele Menschen an der Entwicklung der Corona-Warn-App beteiligt waren und wie die Entwicklung von Apps als Open Source kontrolliert wird. Zusammen mit seinem Sohn Elias (12 Jahre) zeigt Ralph Lange in der Ausstellung ein Vogelhaus mit RasPi-Infrarotkamera. Auf einem Bildschirm kann man beobachten, wie die kleinen Vögel schlüpfen und von ihren Eltern gefüttert werden. Außerdem sind ein Windmesser und ein Füllstandsmesser zu sehen, die IoT-Sensoren mit ESP32 und Arduino IDE nutzen. Bei der Ausstellungseröffnung sprachen drei Maker darüber, warum sie gerne basteln. Albrecht Beck liebt es, Fahrräder selber zu bauen und zu reparieren. Er präsentiert in der Ausstellung sein Rennrad für Langstrecken sowie den Bau einer Felge. Rainer Bahr ist Bastler aus Leidenschaft und mit seinem 3D-Drucker, einem 3D-gedruckten Uhrwerk, einem solarbetriebenen Motor, einem aufgewerteten Akku -Schrauber sowie einem selbst elektrifizierten Fahrrad vertreten. Sven Schenk arbeitet gern mit Holz und gerät beim Schnitzen in einen Flow. Seine Lampen und geschnitzten Tiere sind ein Hingucker. Die Besucher der Vernissage bewunderten außerdem das HiFi-Tonbandgerät N 4418 (Baujahr 1974), das Teil der Sammlung von Hermann Weiß ist. Rainer Gschwind-Schilling zeigt eine selbst gebaute Lichtorgel, sieben 3D-Objekte sowie Drechselarbeiten und ein Holzpferd seines Vaters Gerhard Gschwind. Pia Krischke verzaubert mit einem String-Art-Bild. Simone Heber stellt Körbe aus Zeitschriften her und gestaltet Briefumschläge. Rainer Bahr repariert derzeit für das Repair Café eine Strickmaschine, auf der ein Rutesheim-Schal entstehen soll. Die Ausstellung ist als offene Ausstellung konzipiert. Jannis Kneule (19 Jahre) war von der Vernissage so begeistert, dass er seine aus einem 3D-Drucker gebaute CNC-Maschine am nächsten Tag vorbeibrachte. Er sucht nach einem Raum, in dem er gemeinsam mit anderen Makern an Projekten basteln kann. Eventuelle Angebote nimmt das Büchereiteam gerne entgegen.



Repair Café mit 32 Reparaturen: Viel zu tun hatte das Rutesheimer Reparaturteam. 15 textile Reparaturen wurden gemacht. Dazu kamen elf Reparaturen an Kleingeräten und sechs an Fahrrädern. Sieben Mal gelang die Reparatur nicht, drei Mal nur teilweise. Am Start waren Ilias Georgiadis (Elektro); Rainer Bahr, Werner Nakelski und Reiner Schaber (Elektronik); Dora Kaiser (Teamfrühstück und Textiles); Monika Kilper und Heidrun Kolodzick (Textiles); Sieghard Hahm, Günter Stiefel und Emrah Kilnc (Fahrräder); Albrecht Beck und Mechthild Hagemeier-Beck (Organisation). Das nächste Repair Café ist am Samstag, 20. November, 9 bis 13 Uhr.


Perlen des Kabaretts: Ausverkauft war die Vorstellung der k&k diseusen im Bürgersaal. Mit ihren Perlen des literarisch-musikalischen Kabaretts begeisterten Karin Brandt und Karin Winter die Zuhörer. Lieder und Texte von Friedrich Hollaender, Kurt Tucholsky, Georg Kreisler, Zarah Leander und Erich Kästner überzeugten mit ihrem Charme und ihrer Aktualität. Schließlich erzählen sie auf humorvolle und auch nachdenkliche Weise von den Höhen und Tiefen des Zusammenlebens von Frauen und Männern. Ja, so oder so ist das Leben im Allgemeinen! Wichtig ist: „Ich will!“ – und genau das taten Karin Brandt und Karin Winter. Übrigens wollte auch das Publikum mitsingen: Bei den Zugaben „Für mich soll`s rote Rosen regnen“ und „Regentropfen, die an mein Fenster klopfen“ füllte ein vielstimmiger Chor den Bürgersaal.


Einmal schnell nach Hawaii: Einmal schnell nach Hawaii entführte die Rutesheimer Autorin und Journalistin Stefanie Keinath-Berk die Zuhörer bei der Lesung aus ihrem Roman „Intrigo“. Stefanie Keinath-Berk ist Flugbegleiterin und kennt deshalb viele Plätze auf der Welt. Vor der Pandemie war ihr Standort der Flughafen Frankfurt. Nun muss die Vielfliegerin von New York aus ihren Dienst antreten. Ihre 6.000 Kilometer Arbeitsweg gehören in Rutesheim sicher zu den längsten Pendlerwegen. Für die Lesung hatte die Autorin ihre Flugbegleiterinnen-Uniform angezogen. Auf der großen Leinwand im Bürgersaal zeigte sie die „Flugroute“ von Rutesheim nach Hawaii. Dazu kamen viele stimmungsvolle Fotos von der Insel, die eigentlich ein Traumziel ist, sich aber für die Protagonistin des Romans in einen Alptraum verwandelt. Genüßlich präsentierte Stefanie Keinath-Berk Schlüsselszenen des Romantik-Thrillers und verriet natürlich nicht, wie die Protagonistin ihrem Alptraum entrinnt. Also: „Intrigo“ in der Bücherei ausleihen und das Rätsel selber lösen!


Aus und davon: Eine eindrückliche Lesung erlebten die Zuhörer im Bürgersaal. Anna Katharina Hahn, die renommierte Stuttgarter Autorin, las zentrale Textpassagen aus ihrem jüngsten Roman „Aus und davon“ und gestaltete sie gekonnt. Schnell wurden die Zuhörer mit den Hauptpersonen des Romans vertraut, mit ihrem Alltag, ihren Traditionen, ihrer Rebellion, ihren zerbrechenden Beziehungen und ihren Aufbrüchen in ein neues Leben. Im Gespräch mit Regina Rötzschke, die den Abend charmant moderierte, erzählte Anna Katharina Hahn von ihrer Arbeitsweise. Drei bis vier Jahre vergehen, bis ein neues Buch erscheint. Die Autorin nimmt sich Zeit für die Recherche. Genaues Beobachten von Menschen und Detailgenauigkeit sind ihr sehr wichtig. Aus den gesammelten Informationen wählt sie aus, erschafft eine Illusion. Das sei die Kunst. Inspiration findet Anna Katharina Hahn seit ihrer Kindheit in den Märchen und später in der Literatur der deutschen Romantik. Nach der Lesung signierte die sympathische Autorin ihre Bücher und kam mit den Zuhörern ins Gespräch. Schön, dass solche Lesungen im Bürgersaal nun wieder möglich sind!


Zweigstelle Perouse: Den ersten „CWB-Büchertreff – zur blauen Stunde“ haben die Teilnehmerinnen sehr genossen. In lockerer Atmosphäre, bei Getränken und Knabbereien, tauschten sie sich über Romane, Krimis und Thriller aus. Sie erzählten sich von ihren Lesevorlieben, gaben Tipps weiter. Melanie Otten moderierte einladend, kenntnissreich und belesen den Büchertreff. Sie reiste mit ihren Buchempfehlungen quer durch Europa: Von Sibirien („Tiger“ von Polly Clark), über England („Der Salzpfad“/Raynor Winn; „Der Donnerstagsmord-Club“/Richard Osman; „The Comfort Book“/Matt Haig), Frankreich („Madame Clicquot und das Glück der Champagne“/Susanne Popp),Spiekeroog („Das Stranddistelhaus“/Lina Behrens), Deutschlands Osten („Nur vom Weltraum ist die Erde blau“/Björn Stephan) bis nach Capri („Bittersüße Zitronen“/Luca Ventura). Die Buchempfehlungen sind auf einem Sondertisch im ersten Obergeschoss der Bücherei ausgestellt. Am 24.11.2021, 30.03.2022 und 29.06.2022 finden die nächsten CWB-Büchertreffs mit Melanie Otten statt. Einfach anmelden unter buecherei@rutesheim.de. Der Eintritt ist frei.

 



Üppiges Leben am Wasser:
Ein munter plätschender Bach, üppiges Grün an seinen Ufern, dazu strahlender Sonnenschein und blauer Himmel – der Eisengriffbach war der perfekte Ort für „WATERWOR(L)D“, den literarisch-theatralen Spaziergang der Theatergruppe Wörterwelten. Silke Eisenhardt, Elke Hollmann, Simone Hussong, Regina Rötzschke, Corinna Sadlo, Birgitt Schlaich, Ulrike Szemjonneck, Patricia Zimmermann und Karin Winter von den „Wörterwelten“ hatten sich vom Wasser inspirieren lassen: Literarisch, wissenschaftlich, esoterisch und ganz praktisch. Die Themen waren: Lebenselexier Wasser, der Zauberlehrling, kleiner Fuss auf der Reise, die Loreley, der See, das Element Wasser, das Wasser gehört allen, im Schwimmbad und die Expertinnen. Am Regenrückhaltebecken bei der Autobahnbrücke stimmte eine Toninstallation auf den Spaziergang ein. Die ersten beiden Strophen von J.W. Goethes „Gesang der Geister über den Wassern“ lagen als Großplakat unter der Autobahnbrücke. Weitere Strophen konnte man entlang des Weges auf Brettern und Steinen entdecken. Zum Finale fanden sich Akteure und Zuhörende in einem Garten ein, um bei einem Glas Wein über die Bedeutung des Wassers zu philosophieren. An den Stationen und Installationen während des gut beschilderten Weges gab es immer wieder Szenenapplaus für die engagierten Akteurinnen, zu denen als Gäste Lene Hussong und Janne Hussong kamen. Theaterpädagogin Karin Winter, die WATERWOR(L)D konzipiert und inszeniert hatte, und die „Wörterwelten“ bekamen am Schluss ein begeistertes Feedback.




Repair Café bearbeitet 21 Reparaturwünsche: Beim ersten Repair Café nach den Sommerferien gab es 21 Reparaturwünsche von Besuchern. Gebracht wurden: Ferngesteuertes Auto, Mixer, CD-Spieler, Bügeleisen, Staubsauger, Heizlüfter, Grillheizung, Gartenschere, Aktenvernichter, Cassettenplayer, Tablet, Fahrräder, Textilien. Siebenmal gelang die Reparatur nicht, teilweise wegen erheblicher Sicherheitsmängel der technischen Geräte oder weil Ersatzteile aufgrund des Alters der Geräte nicht verfügbar sind. Nun wissen die Eigentümer, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist und das Gerät nicht mehr betrieben werden darf. 14 Gegenstände konnten repariert werden. Neu im Angebot des Repair Cafés ist das Schleifen von Messern. Rainer Gschwind-Schilling schliff bereits zur Freude der Besucher die ersten Messer. Für das Rutesheimer Reparaturteam am Start waren Organisator Albrecht Beck, Gabriel Dürr, Sieghard Hahm, Günter Stiefel (Fahrräder); Ilias Georgiadis, Werner Nakelski (Elektro); Rainer Bahr, Mehmet Birbalta (Elektronik); Rainer Gschwind-Schilling (Elektronik und Messer schleifen); Heidrun Kolodzick (Textiles); Renate Gantzhorn (Teamfrühstück und Empfang); Anita Frohnmaier (Teamfrühstück) und Mechthild Hagemeier-Beck (Organisation). Das nächste Repair Café ist am 16. Oktober von 9 bis 13 Uhr. Das Textil-Team freut sich über viele Reparaturanfragen: Ob Vorhänge, Taschen, Risse in Hosen oder Löcher in Socken – scheuen Sie sich nicht, ihre Schätze zu bringen. Das Schleifen von Messern ist am 16. Oktober nicht im Angebot.



Jubiläumsausstellung "10 Jahre neue CWB" ist zu Ende

Bis zu den Sommerferien war die Jubiläumsausstellung zu sehen, die viel Interesse fand. Die Kunden nutzten die Medientipps des Büchereiteams für die Ausleihe, schrieben uns über 50 Wünsche auf die "Wünsch dir was"-Karten und klickten sehr häufig auf den Button "Online-Ausstellung" auf der Internetseite. Das Büchereiteam freut sich über die positive Resonanz und bedankt sich bei Mediengestalterin Yvonne Hassel, die die Ausstellung zum Hingucker machte, und bei unserem Kooperationspartner, dem Jugendtreff Rutesheim.


Repair Café repariert nachhaltig:
Sieben Fahrräder, eine Hifi-Anlage, eine Waffelmaschine, ein Föhn, eine Lichterkette, ein Radio, die Kabelaufwicklung für ein technisches Gerät sowie drei Textilien können wieder genutzt werden, weil die Aktiven des Rutesheimer Reparaturcafés nachhaltig repariert haben. Insgesamt wurden 18 Reparaturanfragen bearbeitet. Nicht repariert werden konnten beispielsweise eine Kaffeemaschine, ein Drucker und eine Rasenkantenschere. Am Start waren Organisator Albrecht Beck, Gabriel Dürr, Werner Nakelski, Günther Stiefel (Fahrräder); Ilias Georgiadis (Elektro); Rainer Bahr, Rainer Gschwind-Schilling, Reiner Schaber (Elektronik); Dora Kaiser (Teamfrühstück und Textiles), Gerlinde Keller (Teamfrühstück und Textiles), Renate Gantzhorn (Teamfrühstück und Empfang), Heidrun Kolodzick (Textiles) und Mechthild Hagemeier-Beck (Organisation). Das nächste Repair Café ist am Samstag, 18. September, 9 bis 13 Uhr im Bürgersaal und an der Fahrradreparaturstation vor der Bücherei.


Wörterwelten begeisterten Publikum
Die Wörterwelten sind wieder da – und mit ihnen der tolle Veranstaltungsort Bürgersaal! Silke Eisenhardt, Elke Hollmann, Simone Hussong, Regina Rötzschke, Birgitt Schlaich, Ulrike Szemjonneck, Karin Winter und Patricia Zimmermann kamen als „Königinnen der Fröhlichkeit“ munter und voller Ideen auf die Bühne. Hintersinnig, vordergründig und einfach nur komisch bespielten sie mit ihrem Programm aus Reimen, Gedichten, Texten und sogar A-Cappella-Gesängen den Raum. Farbenfroh die Kostüme, ein Krönchen auf dem Kopf, so gaben sie bespielsweise Loriots Jodeldiplom oder eine Szene aus dem „wahren“ Rutesheimer Familienleben zum Besten. Theaterpädagogin Karin Winter hatte die freie Theatergruppe wieder auf den Punkt fit gemacht und glänzte selber mit schauspielerischen Einlagen. Faszinierend, wie die Wörterwelten Texte aus verschiedenen Genres nach eigenen Interessen zusammenstellen und daraus ein überzeugendes Ganzes wird. Das Publikum freute sich über den schönen, lange entbehrten Abend und dankte mit anhaltendem Applaus. Übrigens: Wer noch mehr von Martin Suters und Benjamin von Stuckrad-Barres urkomischen Gesprächen unter dem Titel „Alle sind so ernst geworden“ lesen will, findet das Buch am Sonderstandort „Vielfalt der Medien – Unsere Empfehlung“ im 1. OG. Am Sonntag, 26. September, 14 Uhr, präsentiert die Theatergruppe Wörterwelten den literarisch-theatralen Spaziergang „Waterwor(l)d“ entlang des Eisengriffbachs. Termin vormerken lohnt sich!


Begeisterndes „Mundwerk: Begeistert waren die Besucher in der Festhalle von der Veranstaltung „Mundwerk“. Nach dem Grußwort von Bürgermeisterin Susanne Widmaier erzählten Elke Haigis und Jürgen Schwarz unterhaltsam und natürlich auf Schwäbisch, wie der Rutesheimer Dialekt in den kleinen Sprachatlas des Kreises Böblingen kam. Christa Jonscher hatte mit ihrer schwäbischen Geschichte die Lacher auf ihrer Seite. Die Textilkünstlerin Elke Zahn und die Ausstellungsmacherin Bianca Brinner hatten im Foyer der Festhalle eine sehenswerte Ausstellung mit historischen Alltagsgegenständen aufgebaut. Den Abend moderierte Mechthild Hagemeier-Beck. Wer noch mehr zum Dialekt erfahren will, findet das Buch „Mundwerk“ und weitere Werke auf einem Sondertisch in der Bücherei.


Rutesheimer Klassiker-Ausfahrt:
Viel Spaß hatten die Freunde alter Räder bei der ersten Rutesheimer Klassiker-Ausfahrt. Vor der Christian-Wagner-Bücherei begutachteten sie zunächst die alten Schätzchen und tauschten Tipps zu Pflege und Wartung aus. Sammler Markus Hertel hatte viele schöne Räder mitgebracht und zeigte sie vor der Bücherei. Tandemfreunde liehen sein Tandem „Lutetia“ aus den 30er Jahren gleich für eine Probefahrt aus. Organisator Albrecht Beck stellte ein Peugeot-Rennrad aus den 80er Jahren zur Verfügung und zeigte eine Auswahl von Stahlrennern aus den 70er und 80er Jahren. Dann gingen die Teilnehmer, teilweise stilvoll mit Wolltrikots, Knickerbockern, Lederschuhen und Schlägermützen bekleidet, auf den Rundweg um Rutesheim. Mechthild Hagemeier-Beck hatte Tafeln mit Informationen zu Flurnamen, Sagen und Legenden auf der Grundlage des Rutesheimer Heimatbuchs von 1970 entlang der Radstrecke befestigt. Die Radtour führte Organisator Albrecht Beck an. Am Schluss fuhr Eldorado-Inhaber Dirk Grimm, stilvoll in schwarzer Hose, Weste und Schlägermütze als Herrenreiter gekleidet, mit dem Nachbau eines Pedersen-Rades um 1900. Außerdem am Start waren zum Beispiel Räder wie Flieger/Bauer ca. 1940, Falter von 1960, Brandenburg 1930, NSU Opel 1939, NSU Pfeil Herrenrad 1939 und weitere Tourenräder aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Die Teilnehmer waren sich einig: Weitere Ausfahrten mit alten Fahrrädern sollen folgen!