Berichte

Unser Büchertreffpunkt

Die Zweige der hohen Linden bewegten sich im Sommerwind. Im Schatten darunter, gemütlich auf Picknickdecken sitzend, genossen acht Kinder die spannenden Buchpassagen aus acht Büchern für Kinder ab acht Jahren. "Unser Büchertreffpunkt", perfekt vorbereitet unter den gültigen Hygienebedingungen von Nadja Hüsemann und Yvonne Hassel, hatte seine gelungene Premiere. Nadja Hüsemann stellte die neuen Bücher vor. Yvonne Hassel bastelte mit den Kindern kreative Lesezeichen. Am Ende deckten sich die begeisterten Zuhörer mit tollem Lesestoff für die Sommerferien ein. So herrscht in der schönsten Zeit des Jahres keine Langeweile. Das Büchereiteam bedankt sich bei den engagierten Bücherwürmern Nadja und Yvonne für ihr Engagement, auch in Corona-Zeiten ein Vorleseangebot anzubieten.


Guter Besuch beim Repair Café: So mancher Besucher hatte das nächste Repair Café herbeigesehnt - nun konnte das Rutesheimer Reparaturcafé unter Einhaltung der Hygiene-Regeln wieder stattfinden. Organisator Albrecht Beck hatte ein Konzept dafür ausgearbeitet, wie auch in Corona-Zeiten ein Betrieb möglich ist. Der Besuch war gut: Das Reparaturteam gab 22 Mal Hilfe zur Selbsthilfe bei Fahrrädern, technischen Geräten wie Toaster, Föhn, Rasierapparat, Stereoanlage, Bohrmaschine, Bohrhammer, Mixstab, Staubsauger, Adventsbeleuchtung, Kaffeemaschine, Handy und bei Textilien. Nicht immer war eine Reparatur möglich oder wirtschaftlich. Aber nun wissen die Besitzer, ob sie über eine Neuanschaffung nachdenken müssen. Für das Reparaturteam am Start waren Rainer Bahr, Albrecht Beck, Ilias Georgiadis, Mechthild Hagemeier-Beck, Dora Kaiser, Monika Kilper, Heidrun Kolodzick und Werner Nakelski. Das Team erhielt auch einen großen Vorrat an Stopfgarn. Beim nächsten Repair Café am Samstag, 26. September, 9 bis 13 Uhr bietet Heidrun Kolodzick an, Socken zu stopfen. Das lohnt sich bei handgestrickten Modellen sowie Wander- und Sportsocken auf jeden Fall. Weitere Termine des Repair Cafès in diesem Jahr sind am 24. Oktober, 21. November und am 12. Dezember.

Schwäbische Zeitreise begeisterte!

Schwäbische Zeitreise: Endlich wieder eine Veranstaltung im Bürgersaal: Das Team der Christian-Wagner-Bücherei hat unter Beachtung der derzeitigen Hygieneschutzmaßnahmen ein Konzept entwickelt. Das funktionierte prächtig. Und so konnte sie auftreten: Frau Nägele alias Helga Becker, die sich ebenso wie ihre 20 Zuhörerinnen und Zuhörer sicht- und hörbar darüber freute, endlich wieder auf eine schwäbische Zeitreise zurück in die Zeit des Wirtschaftswunders, der Petticoats und der Käseigel zu gehen. Ein solcher bunter Käseigel stand auf einem Einzeltischchen vor jedem Zuhörer. Dazu eine Erdbeerbowle, stilecht im historischen Glas. "Die Abstände haben auch Vorteile. So kriegt jeder einen Käseigel", kommentierte Frau Nägele gleich zu Beginn und hatte die Lacher auf ihrer Seite. Munter ging die Zeitreise weiter. Helga Becker zeigte eine feine Beobachtungsgabe, kombiniert mit schwäbischer Kommede und mitreißenden Schlagern. Lang anhaltenden Beifall gab es nach der kurzweiligen Stunde für die schwäbisch-pfiffige Akteurin. Das Veranstaltungsprogramm der Bücherei für das zweite Halbjahr, unter Beachtung der Hygieneschutzmaßnahmen, erscheint noch vor den Sommerferien. Wir freuen uns mit Ihnen darauf!

Maskenverkauf auf Spendenbasis

Der Behelfsmaskenverkauf in der Bücherei ist abgeschlossen. Der Verkauf war sehr erfolgreich. Vielen Dank an alle, die eine Maske auf Spendenbasis mitgenommen haben.

 

Vorlesen und Genießen kreist ums Glück

Viele Zuhörer kamen zum jüngsten Vorlesen und Genießen mit Karin Hammer und Marie-Luise Schwarz. Die Texte von A v. Chamisso, Joe Lederer, Jan Weiler und James Bowen kreisten um das Thema "Glück". Ingrid Nolls "Butterhörnchen statt Croissants" und Rosa Schmidts "Mein Mann, der Rentner" zeigten humorvoll die Veränderungen, die das Alter mit sich bringt.

Die Tische schmückten Arrangements mit Traubenhyazinthen - eine Spende der "Creativ Floristik Rita Häcker". Vielen Dank dafür!

Vorlesen und Genießen findet im Moment nicht statt.

 

"Okodil" begeisterte Erstklässler

Total begeistert waren 122 Erstklässler von der Lesung mit der Autorin Britta Vorbach. Sie las im Musiksaal der Theodor-Heuss-Schule aus ihrem Erstlesebuch "Das Okodil und der wunderbare Buchstaben-Basar", unserem Medium der Woche. Die ausgebildete Grundschullehrerin holte die Kinder super ab. Leibhaftig trat das kleine Okodil auf. Ihm waren seine Anfangsbuchstaben abhanden gekommen. Zum Glück konnte es auf dem Buchstaben-Basar in Rutesheim seine Buchstaben eintauschen und wieder zum großen grünen Krokodil werden. Dabei halfen die Kinder und zeigten ihre Alphabetkenntnisse. Die szenische Lesung machte den Kindern tierisch viel Spaß, verbunden mit der Erkenntnis, dass wenige Buchstaben die Welt verändern können.

30 Reparaturen beim Repair Café

Viel zu tun gab es für die 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Repair Café. 30 Reparaturwünsche bearbeiteten Paul Pramberger (Elektro); Rainer Bahr, Mehmet Birbalta und Reiner Schaber (Elektronik); Albrecht Beck, Werner Nakelski und Günter Stiefel (Fahrräder); Anita Frohnmaier, Gerlinde Keller, Monika Kilper und Heidrun Kolodzick (Textiles); Stefan Rühle und Heinz Wöhr (PC). Renate Gantzhorn (Empfang) und Gerlinde Keller sorgten für das Reparaturteam-Frühstück und für das Café. Gebracht wurden von den Besuchern Fahrräder, Radios; CD-Player, Tablet, Babyphon, Staubsauger, Blutdruck-Messgerät, Schallplattenspieler, Textiles, Diaprojektoren, Holzkran, Taschenlampe, Luftbefeuchter, ferngesteuertes Auto, Notebook, Kopfhörer, Brille, Lüfter, Heizkissen, Uhr und Drucker. 21 Mal konnte das Rutesheimer Team vollständig reparieren. Drei Reparaturen gelangen nur teilweise. Sechs Mal hieß die Diagnose: Nicht reparabel.

Das Repair Café ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Die Hilfe zur Selbsthilfe ist kostenlos. Spenden sind erwünscht.
Das nächste Repair Café ist am Samstag, 11. Juli 9 bis 13 Uhr.



Reisen und Menschlichkeit

Reisen im Zeichen der Menschlichkeit - dazu haben die Weltreisenden Axel Brümmer und Peter Glöckner bei ihrem beeindruckenden Bildervortrag "Weltsichten" die Zuhörer im ausverkauften Bürgersaal ermutigt. Sie selbst fuhren nach der Maueröffnung vor 30 Jahren mit ihren Fahrrädern rund um die Welt. Im Gepäck eine große Neugierde und die Freude darüber, sich endlich frei bewegen zu können. Sie vermieden die touristischen Sehenswürdigkeiten, lebten und arbeiteten mit den Menschen, oft so arm wie sie. Fünf Jahre dauerte die Reise voller neuer Erfahrungen, aber auch voller Gefahren.

Vom Reisen sind Axel Brümmer und Peter Glöckner nicht mehr losgekommen. 2016 knackten sie die Marke von 200.000 Fahrradkilometern durch 163 Länder. Doch auch per Dschunke und Paddelboot waren sie unterwegs. 30 Jahre nach ihrer ersten Weltreise sind sie mit ihren Familien an die alten Reisestationen zurückgekehrt. Sie suchten nach den Menschen, denen sie damals begegneten. Die chinesischen Studenten, nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in die Wüste verbannt, lebten immer noch erbärmlich in ihren Erdhäusern. Kinder in Amazonien konnten dank Entwicklungshilfeprojekten zur Schule gehen und studieren. Axel Brümmer hat das Umwelt- und Bildungsnetzwerk "GlobalSocial" gegründet. Weltweit versucht der Verein, Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten mit Bildungs- und Freizeitangeboten zu helfen. Beim ersten Global Social-Tag am 12. April 2019 pflanzten 53 Projektpartner in zehn Ländern einen Baum "als Zeichen unserer Zusammengehörigkeit und Solidarität. Möge unsere Freundschaft wachsen wie diese Bäume und wir voneinander lernen."